Wie Sie Ihr Lampenfieber in den Griff bekommen

Als ehemalige Musikerin bin ich über viele Jahre leidgeprüft und verstehe meine Klienten nur allzu gut! Lampenfieber in Maßen dient dem Vortrag, kann im Übermaß aber auch sehr blockieren. Lassen Sie mich Ihnen meine fünf Lieblingstipps verraten:

1) Gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Tun sie alles, um sich topp vorbereitet zu fühlen, lernen sie die ersten paar Minuten möglichst auswendig und üben Sie vorab im kleinen Kreis die freie Rede (alternativ können Sie sich auch filmen). Seien Sie überpünktlich vor Ort und planen Sie ausreichend Zeit und Puffer für die vorbereitenden Maßnahmen ein.

2) Entwickeln Sie feste Rituale: Richten Sie beispielsweise vor der Rede nochmals Ihre Kleidung, trinken sie einen Schluck und besuchen nochmal das Örtchen.

3) Atemübungen helfen enorm! Man entspannt sich und die Stimme macht sich bereit. Durch die erhöhte Sauerstoffzufuhr erhöht sich die Konzentration und man kann sich mit etwas Übung viel leichter zentrieren. Welche Übung Ihnen hier hilft, ist individuell – meine Lieblingsatemübung vor einem Vortrag ist das „U“: Man sitzt möglichst entspannt, die Füße stehen auf dem Boden. Während des Ein- und Ausatmens stellt man sich den Klang eines „U’s“ vor. Mit etwas Training entspannt sich sofort die Kehle und der Atem wird merklich tiefer. Eine andere Übung ist das „Zungeumschlagen“. Während des Ein- und Ausatmens wird die Zunge im Mund umgeschlagen und gibt einen leichten Druck gegen den Gaumen. Praktisch bei beiden Übungen: Man sieht sie dem Übenden nicht an, weshalb man sie coram publico wunderbar durchführen kann.

4) Achten Sie am Tag des Vortrags auf Ihre Ernährung: Starten Sie den Vortrag nicht mit vollem Magen. Das macht Sie eventuell müde und senkt die Konzentrationsfähigkeit. Sorgen Sie während des Vortrags für genügend Flüssigkeitszufuhr.

5) Suchen Sie sich Supporter: Wenden Sie Ihren Blick während des Vortrages an Zuhörer, die Ihnen wohlgesonnen scheinen, die Sie anlächeln und Ihnen aufmerksam folgen. Unaufmerksame oder gar gelangweilte Zuhörer können einen leicht aus dem Konzept bringen.

Und ganz wichtig: „Reden lernt man durch reden.“ (Cicero). Je mehr Routine man entwickelt, desto weniger Lampenfieber.