Wenn es einem die Kehle zuschnürt - Atemnot

Atemnot ist das Gefühl erschwerten Atmens und von Luftnot. Sie tritt hauptsächlich im Rahmen von Atemwegs-, Lungen- und Herzkrankheiten auf, kann aber auch Symptom diverser anderer Erkrankungen sein oder psychische Ursachen haben. Sie erzeugt ein Engegefühl, legt sich gar wie ein Panzer um die Brust und macht Angst. Das Wort „Angst“ hat den gleichen Wortstamm wie das Wort „Enge“.

Im Extremfall verursacht Atemnot Panik, Erstickungsangst und Todesangst. In meiner Praxis begegnen mir diese Gefühle in den unterschiedlichsten Abstufungen.

Wie kommt es zu Atemnot?

Antrieb der Atmung neben den Lungen selbst sind die Atemmuskeln, allen voran das Zwerchfell. Gesteuert wird dieser Antrieb durch das Atemzentrum im Hirnstamm. Zieht sich das Zwerchfell zusammen, so entsteht ein Unterdruck, der die Luft über die Atemwege in die Lungen saugt. Die Ausatmung erfolgt passiv: Die Atemmuskulatur und die Lungen geben nach und die Luft entweicht. Neben diesem Antrieb bedarf es zusätzlich bestimmter Regulationsmechanismen, wie z.B. sogenannter Muskel- und Dehnungsrezeptoren oder Chemo- und Stoffwechselrezeptoren, die ihre Informationen an das Atemzentrum im Gehirn weiterleiten. Kommt es nun durch Erkrankungen wie z.B. Asthma oder Herzkrankheiten zu „Fehlermeldungen“ im Atemzentrum, kann Atemnot entstehen.

Was tun bei Atemnot?

Bei Atemnot sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Oft kann Atemnot durch eine intensive medizinische Therapie und begleitende Maßnahmen wie zum Beispiel Atemtherapie wieder behoben werden. Atemtherapie kann eine sehr sinnvolle Ergänzung zur medikamentösen Versorgung sein, da hier die Selbstkompetenz durch eine Bewusstseins-schärfung für das Atmen wesentlich gestärkt wird. Spezielle Übungen und Massagegriffe machen dies möglich.