Wenn die Stimme versagt

Heiserkeit

Seit einigen Jahren wird von Fachkreisen eine Zunahme der Stimmstörungen beobachtet. Betroffen sind neben Menschen mit typischen Sprechberufen wie z. B. Lehrer, Erzieher und Schauspieler auch andere Berufsgruppen wie Juristen und Geschäftsleute, deren beruflicher Erfolg von ihrer Überzeugungskraft in Vorträgen, Gesprächen und Präsentationen abhängt.

Woran erkennt man eine Stimmstörung?

Die Stimme tönt nicht mehr voll und klar, sie klingt dünn, rau und kratzend, man hat vermehrt das Bedürfnis sich zu räuspern – mitunter versagt die Stimme ganz. Viele Patienten berichten von einem Missempfinden im Hals, manche von einem starken Druckgefühl.

Wie behandelt man eine Stimmstörung?

Hält eine solche Heiserkeit länger als zwei oder drei Wochen an, sollte man in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, bei Schmerzen, Atemnot und Schluckbeschwerden sofort. Die Ursachen sind vielfältig, zu den häufigsten gehören funktionelle und organische Störungen des Stimmapparats. In vielen Fällen wird der Arzt eine logopädische Stimmtherapie empfehlen. Deren Kosten werden von den privaten und gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

„Unter allen Instrumenten ist die menschliche Stimme das schönste. Um dieses wunderbare, empfindliche Instrument zum Klingen zu bringen, muss man es erst einmal wahrnehmen.“ (Senta Berger). In einer Stimmtherapie üben Patienten genau diese Wahrnehmung. Außerdem lernen sie, ihren Atem und ihre Stimme ökonomisch einzusetzen, mittels Entspannungstechniken die an der Stimmgebung beteiligte Muskulatur im Lot zu halten und somit beim Sprechen und Singen weniger Kraft und Druck ausüben zu müssen.