Wenn das Schlucken nicht mehr reibungslos funktioniert

Schluckstörungen (Dysphagie)

Die häufigste Ursache für sogenannte Dysphagien (Schluckstörungen) ist der Schlaganfall. Den Betroffenen gelingt es nicht mehr Speichel, Flüssigkeit oder Nahrung ungestört vom Mund in den Magen zu befördern. 60 % aller Schlaganfall-Patienten leiden in der sogenannten Akutphase an einer solchen Schluckstörung. Auch Schädel-Hirn-Traumen, Tumore im Gehirn oder neurologische Erkrankungen wie z.B. Multiple Sklerose und Morbus Parkinson können Dysphagien auslösen.

Lungenentzündung, die große Gefahr

Beim Schlucken wird der Eingang zur Luftröhre normalerweise automatisch abgedichtet. Funktioniert dies aufgrund der Dysphagie nicht mehr adäquat, so können Speichel oder Nahrung in die Luftröhre hineingelangen. Erstickungsanfälle oder schwere Lungenentzündungen können die Folge sein. Leider geschieht dieses Eindringen von Speichel und Nahrung in die unteren Atemwege in manchen Fällen unbemerkt, weshalb eine ärztliche Überwachung bis zur endgültigen Klärung unbedingt angeraten ist. Weitere Symptome einer Dysphagie können z.B. ein Druck- oder Kloßgefühl im Hals oder starkes Husten nach dem Essen oder Trinken sein.

Wie behandelt man eine Schluckstörung?

Je nach Ursache der Dysphagie stehen unterschiedliche Maßnahmen zur Wahl, die dem Patienten dabei helfen , das Schlucken zu verbessern oder mit kompensatorischen Methoden eine sichere Nahrungsaufnahme zu erlernen. Hierfür arbeiten Ärzte und Logopäden (Sprachtherapeuten) eng zusammen und erstellen einen auf den Einzelfall zugeschnittenen Behandlungs- und Ernährungsplan.