Ergotherapie kann helfen: Alltagssituationen mit Kindern spielend meistern

Es ist nicht immer nur leicht, mit Kinder zu leben - um so mehr, wenn es sich um „besondere“ Kinder handelt. Kinder, die stürmischer, unruhiger, besitzergreifender oder aber antriebsärmer, gelangweilt und ohne Spielideen sind. Manche streifen auch reizgebunden von einer Sache zur anderen, ohne sich einer richtig zu widmen. Häufig sind diese Schwierigkeiten angeboren. Bei anderen Kindern werden sie durch die Lebensbedingungen verursacht. Unsere Welt wird immer komplizierter, bewegungsunfreundlicher und „entsinnlichter“. Unsere Augen und Ohren müssen eine wachsende Flut an Bildern und Geräuschen verarbeiten. Diese beiden Sinnesorgane sind häufig überfüttert. Andere Sinnesorgane hingegen bekommen kaum noch etwas zu tun. Vor allem unser Gleichgewichtssinn, unsere Eigenwahrnehmung und unser Spürsinn - und das sind die drei wichtigsten Basissinne! - werden mit zu wenigen Reizen versorgt. Zum Beispiel verändern wir uns zu „Sitzmenschen“.

Gerade bei Kindern kommt es so oft zu Schwierigkeiten im Kindergarten oder in der Schule. Ein ständiges „Anecken“ mit anderen Kindern kann die Folge sein. Im Extremfall bringt es ein ganzes Familiengefüge aus dem Lot.

Ergotherapie bietet diesen Kindern und ihren Familien konkrete Tipps und Hilfestellungen. Durch gezielte Bewegungsangebote, einen Handlungsleitfaden für zu Hause und Beratung der Eltern können die Betroffenen ihre Basissinne neu schulen. Diese konsequente Anknüpfung an die Ursache der Probleme kann dabei ebenso segensreiche wie dauerhafte Veränderungen bewirken. Bei Kindern findet dies natürlich sehr spielerisch statt, und es ist für jeden mit viel Spaß verbunden.