Warum gutes Sprechen für den Lese-Rechtschreiberwerb so wichtig ist

Nun ist es bald wieder so weit: Kleine ABC-Schützen beginnen ihre Schullaufbahn und erlernen begeistert das Lesen und Schreiben. Alle Kinder wollen diese Kulturtechniken erwerben, da selbständiges Lesen und Schreiben Unabhängigkeit bedeutet und ein Grundbedürfnis des Menschen darstellt. Die Grundlagen hierfür werden allerdings nicht erst in der Schule gelegt, sondern vom ersten Lebenstag an geschaffen. Jedes Wort das an ein Kind gerichtet wird, birgt die Chance, verstanden und verankert zu werden. Je umfangreicher sich der Wortschatz entwickelt, desto leichter fällt es dem Kind dann später, das Gelesene zu verstehen.

Jedes Lied, jede „Gute-Nacht-Geschichte“ und jeder Kinderreim hilft Ihrem Kind, ein Gefühl für Sprache und deren Bestandteile zu entwickeln. Genaues Hinhorchen und Analysieren der einzelnen Wörter ermöglicht später dann das Schreiben. Nur wer die Wörter richtig aussprechen kann, kann sie auch korrekt analysieren. Ersetzt ein Kind beispielsweise den Laut „k“ durch ein „t“, sagt es also „tönig“, wenn es „König“ meint, so wird es das Wort höchstwahrscheinlich auch genau so schreiben.

Begeisterung und Freude an Geräuschen, Klängen, Sprachspielen und Geschichten sind die beste Vorbereitung auf den Lese-Rechtschreiberwerb und bilden so die Grundlage für neue wunderbare Erfahrungen:

„Das grenzenloseste aller Abenteuer der Kindheit, das war das Leseabenteuer. Für mich begann es, als ich zum ersten Mal ein eigenes Buch bekam und da hineinschnupperte. In diesem Augenblick erwachte mein Lesehunger, und ein besseres Geschenk hat das Leben mir nicht beschert.“ (Astrid Lindgren)